
Einfache Fahrt
Steppenvegetation in der Walachei
»Einmal Walachei, einfache Fahrt, bitte.«
Gregor Vogel, 43, bis eben Geschäftsführer einer Agentur an der Alster, täglicher Blick auf Segler inklusive. Leider den Businessplan vergurkt, dazu ein insolventer Auftraggeber, so kann’s gehen.
»Walachei?«
Irina Gebauer, 28, Service-Mitarbeiterin der Bahn, aber eher zufällig. Im Herzen Künstlerin, Bildhauerin, um genau zu sein. Früher Bauwagenbewohnerin, inzwischen Holzfußboden in Ottensen. »Im Dorf«, wie die Ottenser völlig zu Recht sagen.
»Rumänische oder mährische Walachei?«
Gregors wasserblaue Augen nehmen unvermittelt Kontakt auf. Der dunkle Ring um die Iris macht seinen Blick ungewöhnlich intensiv, das könnte stechend wirken. Tut’s aber nicht bei ihm, stellt sie seltsam berührt fest.
»Was?«
»Rumänien oder Mähren? Es gibt zwei Gegenden, die ›Walachei‹ genannt werden. Eine in Rumänien, eine in Mähren. Haben Sie einen Ortsnamen?«
»Man scheint allerhand zu lernen in der Ausbildung zur Service-Mitarbeiterin! Vielleicht wissen Sie auch, in welchem Land man ›Xhosa‹ spricht?«
»Das ist einfach: In Südafrika.«
Gregor spürt etwas. Lange nicht mehr gehabt, das Gefühl. Immer war der nächste Auftrag das Wichtigste gewesen. Immer haben ihn alle angeguckt beim Montagsmeeting, wollten von ihm hören, dass ihr Job auch nächste Woche noch existiert, dass sie noch gebraucht werden, dass der Cashflow gesichert ist. Manchmal in letzter Zeit, da musste er Dinge schon mit der Rohrzange verbiegen, damit sie sich noch gut anhörten. Und dann abends einschlafen, das war oft schwierig. Ein Glas Wein allein daheim half da, anfangs. Später zwei, drei. Die letzten Monate war’s eigentlich immer eine Flasche. Da spürt der Mensch dann auch nicht mehr viel.
Aber jetzt. Jetzt spürt er was. Eine Leichtigkeit, wie eine Sauerstoffdusche von innen. Ob das an ihrer Stimme liegt, tief und weich, uneilig, aber trotzdem nicht verschlafen, sondern hellwach? Oder an ihren Augen, flaschengrün mit kleinen, graubraunen Sprengseln, glänzend wie poliert, wie geheimnisvolle Sommermurmeln? Murmelaugen, die ihn jetzt ganz gerade ansehen, nicht herausfordernd, nicht aufdringlich, nichts wollend, aber neugierig, amüsiert, gespannt auf eine Antwort, und forschend.
»Geht’s da auch noch mal weiter?« grunzt von hinten ein Dicker, wie im schönsten Bilderbuch mit komplettem Klischeepaket bepackt: Schweißperlen auf der Stirn, rotgesichtig, dicklippig und schwer atmend.
»Moment bitte«, sagt sie. »Wenn Sie es eilig haben, empfehle ich Ihnen den Expressschalter, da drüben. Steht niemand, sehen Sie?«
Gregor lächelt. Heute morgen noch hätte er gegrinst, schief und etwas herablassend und sicherlich zynisch. Wie immer im letzten Jahr, in den letzten Jahren. Aber jetzt — er wundert sich, dass er innen merken kann, wie anders sich ein Lächeln anfühlt im Vergleich zum Grinsen.
Barbu Dimitrie Ştirbei, 1834
»Waren Sie schon in Südafrika?« fragt Gregor mit seinem neuen Lächeln.
»Nein, und auch nicht in der Walachei, weder der einen, noch der anderen. Mein Großvater hieß Barbu, und eines Tages hab ich mich gefragt, woher der Name wohl kommt. Dabei bin ich auf Barbu Ştirbei gestoßen, vorletzter Herrscher der rumänischen Walachei vor der Vereinigung mit der Moldau, 1859.«
»Ist es schön dort? Also, in der Walachei?«
»Es ist vor allem anders, glaube ich.«
»Anders ist gut.«
»Ja, anders ist gut.«
Anders als hanseatische Hochnäsigkeit im Hamburger Dorf, anders als Ottenser Parkett ohne Besucherbeanspruchung, weil alle Freunde immer superbusy sind und man sich lieber in Kneipen trifft, als mal jemanden zuhause zu besuchen, weil, in der Kneipe ist man immer irgendwie auf dem Sprung und hat nicht dieses beunruhigende Gefühl, was zu verpassen. Anders auch als Rolf, der Irina immer wieder sagte, dass er sie liebt, ihr aber nie das Gefühl geben konnte, dass das auch stimmt. Weil er dann seine Distanzversiegelung hätte aufbrechen müssen, und das hätte ihn ja verletzlich gemacht. Das kann sich ein Mann in seiner Position nicht leisten. »Du weißt doch, wie das heutzutage läuft, Schatz.« Ein Schatz, das ist etwas Wertvolles, etwas, wofür der Mensch etwas anderes riskiert, etwas sogar, wofür der Mensch manch anderes aufgibt. Rolf wollte nicht aufgeben, Rolf wollte kämpfen, sich durchbeißen, Karriere machen, um dann, irgendwann, eines Tages ... Irina wollte nicht eines Tages, Irina wollte jetzt.
Gregors Blick, und das ist jetzt mal nicht nur so dahergesagt, ruht auf ihr. Ruht sich aus, lässt das Wimmeln rundherum gerinnen, lässt die Stimmen verstummen und das Handyquengeln verebben. Irina schaut zurück, und er lässt zu, dass sie hineinschaut, wie sie zulässt, dass er in sie hineinschaut, und was sie sehen, beide, das ist sonnig, warm, kraftvoll, das riecht nach Wachholder, Thymian, schmeckt nach Salzluft, streicht über die Haut wie ein Atem, streichelt die Seele wie eine Mutterhand, kitzelt die Nerven wie Weihnachtsaufregung und ist so unendlich beruhigend wie ein Adlerflug, eine Gewissheit, eine Sicherheit, ein Ja.
»Zweimal Bukarest, einfache Fahrt«, sagt er.
»Zweimal?«
»Ja. Ich dachte, vielleicht haben Sie Lust mitzukommen.«
»Warten Sie ... einen Moment ... 18 Uhr 57, wäre Ihnen das recht? Ich würde gerne am Fenster sitzen.«
© 2009 Max O. Menos, Bilder:
Wikipedia (gemeinfrei/public domain)
Rüdiger will nicht auf Platte
»Nein! Nein! Nein!« Rüdiger stampft mit dem Fuß auf den Rasen, dass das Gras in alle Richtungen stiebt. »In einen Plattenbau zieh’ ich nicht! Keiner von meinen Freunden wohnt in einem Plattenbau!«
Mama versucht es mit der Überraschungstaktik: »Keiner deiner Freunde hat rote Haare, braune Augen und blonde Wimpern!« Aber Rüdiger ist nicht nur neun, sondern auch neunmalklug: »Das ist Genetik. Dagegen kann man nichts machen. Aber gegen einen Plattenbau kann man was machen«, gurgelt er.
Das Gurgeln kommt vom beginnenden Heulen, und wenn Menschen von der Größe und dem Temperament eines Rüdiger anfangen zu heulen, dann gehen kluge Mütter erstmal in die Küche und machen einen Kakao. Rüdigers Mama ist klug, aber leider auch frisch geschieden. Von einem Augenarzt, der dank seines Anwalts und einiger Konten in Ländern mit zauberhaften Namen weniger verdient als eine Aushilfe an der Wursttheke im Supermarkt. Obwohl er als einer von einem knappen Dutzend europäischer Augenärzte spezialisiert ist auf eine neuartige Operationstechnik, mit deren Hilfe die Abflussbehinderung des Kammerwassers, wie sie so typisch ist für das primäre Glaukom, korrigiert werden kann.
Rüdiger wird also in einem Plattenbau wohnen müssen, was die statistische Wahrscheinlichkeit dramatisch erhöht, dass er in drei Jahren anfängt zu rauchen, in vier Jahren in dem gleichen Supermarkt, in dem die Aushilfe an der Wursttheke mehr verdient als sein glaukomheilender Exvater, Turnschuhe klaut und Springer Urvater, mit dem er sich den ersten, aber gewiss nicht letzten richtigen Rausch antrinkt, in fünf, spätestens sechs Jahren regelmäßig Haschisch raucht und am Wochenende Pillen schmeißt, ebenfalls mit fünfzehn die ersten Radios aus Autos zieht und ein Jahr später Verena sagt, sie solle gefälligst abtreiben, die daraufhin versucht, aus dem fünften Stock der Platte in die Sorglosigkeit zu springen, was ihr Vater, arbeitslos seit sieben Jahren und fast ebenso lange nur noch in der immer gleichen Trainingshose zu sehen, in letzter Minute verhindern kann, weswegen er sich Rüdiger vorknöpfen will, der aber nur kurz ein paar von seinen Russenjungs bescheidsagt, die dem Verenavater mal zeigen, wohin er sich seine Frechheiten stecken kann, woraufhin mehrere Uniformierte Rüdiger und zwei seiner zwielichtigen Freunde mitnehmen und wegen schwerer Körperverletzung für sechs Wochen in Untersuchungshaft —
An dieser Stelle ist der Kakao fertig, und Rüdigers Mutter hat einen Entschluss gefasst: Stadtauswärts am Flussufer, da gibt’s diese Pachtgrundstücke, für wenig Geld, und einige junge Leute leben da schon in Bauwagen, solchen, wie ihr Großvater immer noch einen im Garten stehen hat, der ist doch eigentlich noch ganz gut in Schuss; von einem Zirkus hatte er den damals gekauft, dem der Clown wegen irgendwelcher krummen Geschäfte abhanden gekommen war, und duschen, naja, das kann man auch im Schwimmbad.
©2004 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Auch dieser Text stammt, wie »Die Konkubine ...«, »Lavendelduft« und »Der Nilhecht«, aus einem gemeinsamen Projekt mit Laura Victoria Mercedes Pöll. Eine Zeit lang schrieben wir folgendermaßen: Eine/r gibt der/m andern ein Wortpaar vor, und die/er andere schafft daraus einen Text. Empfehlenswert war es, das Wortpaar schön unpassend zu wählen; hier zum Beispiel gab sie mir »Kammerwasser« und »Plattenbau« vor.
Der Nilhecht
Mein Onkel riecht in letzter Zeit immer, immerzu nach Irisch Moos. Ich habe ihm gesagt, dass ihm das nicht steht, aber er antwortete nur: »Erleben Sie den natürlich frischen Duft von Irisch Moos — männlich und souverän.« Mein Onkel ist nämlich Werbetexter, und er nimmt seinen Beruf sehr ernst. Wenn er für Philip Morris textet, dann qualmt er meiner armen Tante die Bude voll, dass die alle drei Tage die Vorhänge in die Waschmaschine wirft. Aber sie murrt nicht, denn sie liebt ihn.
Er sie auch, sagt er.
Aber dann verstehe ich nicht, warum er sich trotzdem freitags und mittwochs (mein Onkel sagt die Wochentage immer in umgekehrter Reihenfolge, »das hält den Kopf wach, Junge«, sagt er) heimlich zu einer Wohnung im Osten der Stadt aufmacht. Das weiß ich, weil ich, was er aber nicht weiß, freitags, mittwochs und montags im Osten der Stadt Geigenunterricht habe. Und da sehe ich ihn dann immer, gegen fünf Uhr am Nachmittag kommt er geradelt (»das hält den Kopf wach und den Bauch flach, Junge«, sagt er immer) oder gelaufen, wenn es regnet, und dann klingelt er bei Nummer 12, und wenn der Summer summt, dann ist er für ein und eine halbe Stunde weg. Einmal, da ist mir der Geigenunterricht ausgefallen, weil mein Lehrer, der Herr Piesenbrinck, erkrankt war, und er hatte einfach ein Schild an die Tür gepappt, »Bin krank. Piesenbrinck«, und da dachte ich mir, vielleicht könnte ich mal schauen, was mein Onkel da eigentlich macht. So hab ich mich im Hofeingang gleich neben der Klingelleiste versteckt, und kaum war ich im Schatten verborgen, da kam auch schon mein Onkel um die Kurve geschlunzt. Eben hatte er geklingelt, da kam aus der Sprechanlage eine Frauenstimme und gurrte blechern »na bist du das, mein stolzer Hengst«, und mein Onkel sagte viel tiefer, als er sonst eigentlich spricht, »ja mein Wonnedöschen, lass mich rein«, und ich bin zwar noch klein, aber ich weiß, was das bedeutet, das hat mir der Harry aus der Achten erklärt. Ich finde das gemein, denn meiner Tante würde das bestimmt nicht gefallen, und sie ist immer so gut zu ihm. Abends kocht sie ihm immer einen Tee aus isländischem Moos, das macht seinen schlimmen Husten besser. Und das isländische Moos riecht auch viel schöner als das blöde Irisch Moos, nach Wald und Natur. Aber Natur liegt meinem Onkel sowieso nicht so sehr. Einmal, da haben wir zusammen ferngesehen, und da kam ein Bericht über Nilhechte. Nilhechte sind afrikanische Fische mit einem ganz, ganz langen Maul und einem riesigen Gehirn, das haben die im Fernsehen erzählt, und dass sie mit ihrem Schwanz elektrische Schläge austeilen können. Da hat mein Onkel nur gesagt, »na, ich glaub, ich bin auch ein Nilhecht, was, Regina«, und Regina, das ist seine Frau, also meine Tante, die fand das glaube ich nicht so lustig, die hat ganz verlegen geguckt.
Hoffentlich muss mein Onkel bald mal für was anderes als Philip Morris und Irisch Moos texten. Eis zum Beispiel, das wäre toll. Oder vielleicht für Carrera-Bahnen.
©2004 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Auch dieser Text stammt, wie »Die Konkubine ...«, »Rüdiger ...« und »Lavendelduft«, aus einem gemeinsamen Projekt mit Laura Victoria Mercedes Pöll. Eine Zeit lang schrieben wir folgendermaßen: Eine/r gibt der/m andern ein Wortpaar vor, und die/er andere schafft daraus einen Text. In diesem Fall allerdings wurde uns das Wortpaar »isländisches Moos« und »Nilhechte« von wissen.de geschenkt, und zwar (sowohl, als auch!) als Suchergebnisse beim Stichwort — Achtung! — »möchte«!
Das fanden wir so prima, dass wir beschlossen, beide etwas darüber zu schreiben.
Sanft garen
»Bitte nur sanft garen!« steht auf der Packung. »Inhalt darf nicht über 70° erhitzt werden.« — »Leichter gesagt als getan«, höre ich mich murmeln. Ich höre mich oft murmeln in letzter Zeit; mutmaßlich hängt das mit dem Alleinleben zusammen. Wenn keiner zu mir spricht, muss ich das selbst mit übernehmen. »Bei diesem Scheißherd kann doch kein Mensch die Temperatur vorhersagen!«
Alt ist das Ding, älter als ich wahrscheinlich, und, meine Herren, ich fahre auch schon bald Seniorentarif, wenn ich den Magazinen glauben darf. Auf keinen Fall sollte ich arbeitslos werden, denn einen neuen Job finde ich nimmermehr. Aber noch stehe ich in Lohn und Brot und habe ein Anrecht auf einen neuen Herd, wenn der alte seinen Dienst versagt.
Ich also raus auf die Straße, der Hausmeister wohnt nur wenige Ecken entfernt und ist um diese Tageszeit immer zuhause, zweites Frühstück in Form zweier Drittelliter Bier — die in der handsamen Knollenflasche. So sind sie, die Männer vom Bau. Aufrecht, geradeaus, zumindest bis gegen neun Uhr früh. Ab dann krümmt sich der Rücken unter Hopfenlast, und der Schritt wird forschender. »Komm heraus, Becker«, brülle ich vor seinem Fenster, »und besorg mir einen neuen Herd! Sonst fordere ich dich zum Duell!«
Aber nichts geschieht. Kein Becker, soweit das Auge reicht, ja, genau genommen: keine Menschenseele.
»Seltsam«, murmle ich mir selbst ins Ohr, »sehr seltsam!« Wo sie wohl alle sein mögen, die Lumpen, Gauner, Verirrten, Durchreisenden, letzten Nachtschwärmer und ersten Kneipengänger, die sonst am Vormittag in meinem Viertel schwirren? Es ist, und erst jetzt fällt mir das endgültig und in seiner ganzen Tragweite auf, einfach niemand draußen. Niemand. In dieser sonst so belebten Ecke der Stadt. Dieser großen Stadt.
Kein Mensch, und scheinbar auch kein Tier, denn nicht nur ist niemand zu sehen, sondern auch nichts zu hören. Rein gar nichts, Herrschaften — das habt ihr lange nicht mehr gehört!
Gar nichts hören wir modernen Menschen so gut wie nie. Nicht einmal bei Muttern auf dem Land lässt es sich der Nachbarsköter nehmen, den Vögeln hinterherzupöbeln, und Vögelgeflöt wäre auch das mindeste, was ich jetzt zu hören erwarten würde. Aber weder Amsel, Drossel, noch Fink und Star, nicht mal die Hahnenkrähhupe vom humorbelasteten Flitzerbesitzer oder wenigstens ein Nothorn Richtung Krankenhaus sind zu hören.
Nichts eben.
Abgesehen vom Klingeln meines Tinnitus und meinen gelegentlichen Murmeleien bin ich ganz offensichtlich allein auf der Welt.
©2005 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Dieser Text ist eigentlich der Beginn von etwas Größerem, das ich aber bislang nicht weiter verfolgt habe. Die Zeit wird zeigen, ob es noch dazu kommt ...
Lavendelduft
»Lass’ den brachialen Krach«, ruft Victor Hugo zu, »du alter Eisenbieger!« Doch Hugo blafft nicht, wie manch’ and’rer es würde, rüde zurück, nein! Fein ziseliert die Lippen kräuselnd, säuselt er schon nahezu: »Dies hier, mein Bester, ist fester Stahl, kein loses Eisen. Stahlseil, um genau zu sein, und ich kann nicht anders als damit lärmen, denn heute abend, wenn die Gäste staunen sollen und raunen wollen, muss das Todestrapez so fest verankert im staubigen Gestein verharren, dass der Barren mit dem Fräulein Yvonne niemals und nimmer sich vom Tragtravers zu lösen vermag, denn sonst ... sonst gnade ihr Gott, und mir gleich mit dazu«
»Fein pariert, polierter Freund, dann lärm’ nur tüchtig weiter, von weit her kommen alt und jung, Yvonne bei lebend’gem Leibe zu erleben. Ich beug’ mich dir, verweile nicht hier und geh’ die Löwen striegeln, bis sie Kinderlächeln spiegeln.«
Und nicht Hugo noch Victor wagen es zu sagen, wie wenig vage beider Nachtgedanken um Yvonnen kreisen, ihren Blick, den leisen, ihren Spann, den ranken, ihren Vogelflug dort droben in der Luft, und ihren zart betörenden Lavendelduft.
©2004 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Auch dieser Text stammt, wie »Die Konkubine ...«, »Rüdiger ...« und »Der Nilhecht«, aus einem gemeinsamen Projekt mit Laura Victoria Mercedes Pöll. Eine Zeit lang schrieben wir folgendermaßen: Eine/r gibt der/m andern ein Wortpaar vor, und die/er andere schafft daraus einen Text. Empfehlenswert war es, das Wortpaar schön unpassend zu wählen; hier zum Beispiel gab sie mir »Lavendelduft« und »Stahlseile« vor.
Die Konkubine des Grafen
Wie immer erwachte er erst mit dem Klingeln des dritten Weckers, des größten, mit dem altmodischen, riesigen Glockenpaar, das ein aufgeregter Metallschlegel fast schon zum Glühen prügelte. Heute war es besonders schlimm, nicht das Prügeln, sondern das Erwachen, denn ein fürchterlicher Traum drängte sich mit ihm ins gardinengedämpfte Morgenlicht. Eben noch, in diesem düsteren, muffigen Schloss, hatte ihn der Kammerdiener des Fürsten der Finsternis mit sinistrem Kichern verfolgt und immer wieder geschrien: »Aber du wolltest sie doch, aber du wolltest sie doch ...!«
Die Konkubine des Grafen, ja, die hatte er gewollt, schon als er sie das erste Mal sah, geradezu besessen war er gewesen von ihr, die so lüstern lächelte, und zwar ihn an, das war eindeutig. Vieldeutig hingegen ihr Blick, der ihn zog in ihren Sog, bis er, wohl in der dritten Nacht unter dem windheulenden Dach des Grafen, ihm nicht länger widerstehen konnte und die ewigen Flure hinunterschlich, auf der Suche nach ihrem Gemach, die ihn scheinbar kommen spürte, denn als er an ihrer Türe vorüberkam, knarrte diese ihm entgegen, gab nach und nach den Blick frei auf ein riesiges Bett mit seidenem Laken, auf dem sie sich lüstern wälzte und ihm einladend entgegenlockte, der sich hastig noch einmal allseits umsah und dann die schwere Pforte im Hineingehen zuzog, schon den heißen Duft ihres Leibes witternd, der sich ihm nun entgegenbog und alsbald ganz und gar an ihn schmiegte, glühend üppig und weich, so weich ...
So hart im nächsten Nu ihr wölfisches Gebiss, das gierig seinen Hals suchte; kein Zweifel, diese Fänge wollten sich in seine Adern schlagen, wollten ihn aussaufen, ihn zur Neige leeren in einem irren Rausch! Er riss sich, besinnungslos schon beinah, los und stolperte mehr, als dass er rannte, durch die trübe Kemenate der rettenden Türe entgegen, die krachend er aufbrach, dabei er die morsche Mauer mit einriss und im irrwitzigen, atemlosen Stakkato tausender Schritte das hinter ihm erst bröckelnde, bald brechende, dann grollend polternde Gemäuer floh, das, einem Erdrutsch gleich, im Stürzen den Boden zum Beben brachte, hinter ihm das aberwitzige Kichern des humpelnden Dieners und vor ihm das Schrillen des Weckers, der ihn in einen neuen Tag zu holen versuchte.
Stöhnend richtete er sich halb auf im Bett, teils noch keuchend, als rennte er immer noch die Schlosskorridore entlang, teils froh, diesen unheiligen Traum los zu sein. Aber was war das? Sein Bett schien plötzlich sich zu bewegen, es zitterte wie ein Ast im Wind, und nicht das Bett allein, das ganze Haus wurde von kurzen, schnellen Stößen geschüttelt, und ein Donnern kam näher und näher, die Bücher fielen aus den Regalen, von draußen hörte er mit fassungslosem Ohr das Splittern von Metall und ein schrilles Kreischen, die Autohupe schrie einmal auf und erstarb, und in der Kakophonie des Berstens und Brechens wurde eine Stimme immer lauter, die überschnappend brüllte: »Aber du wolltest sie doch, aber du wolltest sie doch ...!«
©2004 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Auch dieser Text stammt, wie »Lavendelduft«, »Rüdiger ...« und »Der Nilhecht«, aus einem gemeinsamen Projekt mit Laura Victoria Mercedes Pöll. Eine Zeit lang schrieben wir folgendermaßen: Eine/r gibt der/m andern ein Wortpaar vor, und die/er andere schafft daraus einen Text. Empfehlenswert war es, das Wortpaar schön unpassend zu wählen; hier zum Beispiel gab sie mir »Konkubine« und »Erdrutsch« vor.
Sternenkrieger, Version 1.0
Logbuch der »Trigger Happy«, gefunden von der Suchflotte der Föderation am 172. Tag der 45. Zeiteinheit:
Montag. Wir sind eben an der 74. Galaxie vorbeigekommen. Sandal hat sein Handtuch im Subraum verloren. Er ist äußerst schwermütig, es war wohl eine Erinnerung an seine Verflossene. Er ist oft so sentimental!
Dienstag. Waran und Sandal sind an der Außenwand der »Trigger Happy« damit beschäftigt, die Malereien auszubessern. Die Farben haben unter dem letzten Meteoritenschwarm sehr gelitten. Vor allem die Sonnenblumen sind kaum noch zu erkennen.
Dienstag, später. Wir machen uns Sorgen. Die Außenbordkameras sind sämtlich ausgefallen, alle im selben Moment. Waran und Sandal sind da draußen, aber sie haben den Funkkontakt unterbrochen, und wir können sie nicht sehen. Was geht da vor?
Dienstag Nacht. Waran hat sich wieder eingeschleust, vor etwa einer Stunde. Er wirkt immer noch sehr verwirrt und erzählte, Sandal sei pinkeln am Baum gewesen und nicht zurückgekehrt. Wir haben mit allen Mitteln versucht, die Wahrheit herauszubekommen, aber auch das Serum versagt — offenbar ist er teilformatiert. Einige Gedächtnisspuren wirken wie komplett überschrieben.
Mittwoch. Warans Zustand unverändert, Sandal ist noch nicht zurück. Wir befürchten wohl alle das Schlimmste, aber niemand wagt es auszusprechen. Wir haben beschlossen, dass gegen Mittag, wenn Portikus 34.c seinen Zenit über unserem Schiff erreicht, einer von uns ihn suchen wird.
Die Außenbordkameras waren übrigens gestern Nacht ebenso plötzlich, wie sie sich abgeschaltet hatten, wieder online. Womöglich ein Magnetsturm.
Mittwoch Nachmittag. Astralika hat sich unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen ausgeschleust. Wir verfolgen ihren Bericht, um das Funkgerät geschart wie unsere Ahnen in der Vorzeit bei Sportveranstaltungen um das sogenannte »Radio«.
Sie hat die Auflage, alle fünf Minuten einen Funkspruch abzulassen. Der nächste sollte in wenigen Sekunden kommen.
»Tut mir leid, Jungs, ich muss mal. Ich gehe einfach eben da drüben an den Baum, habt Verständnis, dass ich den Funk so lange deaktiviere.«
Verflucht — schon wieder ein Magnetsturm? Die Kameras sind erneut tot ... Aus der Krankenstation kommen seltsame Geräusche. Waran liegt noch zur Beobachtung dort. Er scheint etwas zu rufen, aber das ist nicht seine Stimme ... Es klingt eher wie ein Gurgeln, wie das Blubbern der heißen Quellen auf Imagis 12.a ... Irgendetwas schlägt gegen die Tür ...
An dieser Stelle brechen die Aufzeichnungen ab. Trotz dreimonatiger Suche konnten die Teams keine weiteren Überreste der »Trigger Happy« ausfindig machen. Der Vorgang wurde mit der Vertraulichkeitsstufe III ins Archiv überstellt.
©2006 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Ich weiß nicht mehr, was der Anlass für die Sternenkrieger war. Und warum es zwei so unterschiedliche Versionen gibt. Vielleicht fällt es mir noch wieder ein.
Sternenkrieger, Version 2.0
s. ist 1 ganz gewöhnlicher sonntag, wie s. schon unzählige vor ihm gab. das aufstehen verzögert sich mit jedem umdrehen eine ¼stunde mehr, jeder blick aus dem fenster ins grau tut das seine dazu. schließlich: doch hoch, r. kann ja nicht den ganzen tag im bett verbringen. das heißt: könnte r. wohl, mag r. aber nicht. also steht r. geduscht vor dem beschlagenen spiegel, und da fällt s. ihm wieder ein: was r. fühlt. dieses leuchten, dieses glühen, dieses brennen. dieses magma der liebe in ihm. g. hinaus, sagt r. sich, rufe s. auf die straße hin, mitten zwischen die tümmelnden: »ich greife nach den sternen!« rufe, »tut s. mir nach!« rufe weiter, »und ihr werdet sehen, wie leicht s. ist frei zu sein!«
»wir alle sind sternenkrieger, wir müssen nur unsere waffe pflegen, die ist die liebe, dann werden die gestirne uns den weg weisen!« rufe, »hinaus aus den fährnissen der angst, den abgründen der anpassung, den bücklingen der beflissentlichkeit. das ist s., das die liebe uns lehrt und wobei sie die hand uns führt: von freiheit nicht zu lesen, sondern sie zu leben! ob beim pinkeln am baum oder beim gebet, ob im supermarkt oder auf dem gipfel des himalaya, ob beim profansten oder höchsten — immer seid bereit zu kämpfen um das licht der sterne in euch, nie lasst nach im streit gegen die anpassung, die verzagtheit und die wut gegen euch selbst, die ist nur ein mahnen eurer seele, ihr recht und immer zu lauschen!«
so hört r. sich schon rufen dort unten auf der straße, zwischen all den menschen mit gebügelten hemden und gewienerten schuhen, sieht sich mit großem arm ihre schar umfassen — und denkt alsbald doch: »och!« und wackelt statt dem nur eine weile mit dem großen c.
©2006 Max O. Menos. Verwendung und Zitat, auch auszugsweise, nur nach ausdrücklicher und schriftlicher Genehmigung des Autors.
Ich weiß nicht mehr, was der Anlass für die Sternenkrieger war. Und warum es zwei so unterschiedliche Versionen gibt. Vielleicht fällt es mir noch wieder ein.
Winter auf K27LG
Eine Sternenreise
Anmerkung: Da es sich um ein fortlaufendes Tagebuch handelt, finden sich die jüngsten Einträge zuoberst. Der erste Eintrag steht also ganz am Ende.
Dank an: Ursula K. LeGuin — vor allem für »Winterplanet« (»The Left Hand of Darkness«, → im ZVAB suchen)
I — Im freien Fall
6. Januar 2029 @ τ=11:55
Professor Xav-1-ρ ist verschwunden. Er hatte sich zu einer kurzen Ruhepause in seine Kabine zurückgezogen, und als Yamuna ihn bei der Entschlüsselung brauchte, antwortete er nicht auf ihr Klopfen. Schließlich drangen sie und der Sicherheitsbeauftragte Cøn-Æn in den Raum ein, der von innen verschlossen war — keine Spur von Xav-1-ρ.
Das ist, rational betrachtet, natürlich völlig unmöglich.
Sollten wir es hier mit einer Form von Teleportation zu tun haben? Sollte das rote Objekt, dem wir uns langsam, aber sicher nähern, von einer uns unbekannten Intelligenz gesteuert werden? Das Signal bleibt unverständlich, aber es weist zusammen mit dem vermuteten Trägerstrahl auf die Anwesenheit von etwas hin, das mit uns Kontakt aufzunehmen wünscht.
Ich muss gestehen, mir ist etwas mulmig zumute. Und auch die anderen wirken beunruhigt. Bis auf Karréon natürlich. Sie ist so gelassen und undurchschaubar wie eh und je.
6. Januar 2029 @ τ=11:38
Niemand von uns hatte noch ernstliche Zweifel, aber jetzt ist es absolut eindeutig: Wir werden von einem Trägerstrahl gesteuert. Unsere Fluggeschwindigkeit hat dramatisch abgenommen. Dies wird vermutlich bedeuten, dass wir uns tatsächlich dem roten Was-es-auch-sein-mag nähern. Leider geht die Reparatur der Außenkameras nicht voran, wir befinden uns also immer noch in einer Art »Blindflug«. Ein sehr beunruhigendes Gefühl.
6. Januar 2029 @ τ=07:55
Die Entschlüsselung des rätselhaften Signals, das wir seit gevstern fast durchgehend empfangen, geht nicht recht voran. Yamuna und Yu-Len haben den Grafictioner eingesetzt und ein sich wiederholendes Muster von nur drei Symbolen ausgegeben bekommen. Sie haben Ähnlichkeit mit Zeichen, die wir aus einem anderen Leben, früher auf der Erde, vage erinnern. Aber selbst Yu-Len kann ihnen hier keinen Sinn zuordnen. Es wird alles immer verworrener!
Auch die Außenkameras funktionieren weiterhin nicht. Aber unsere Bewegung bleibt konstant; wenn wir uns tatsächlich auf dieses rote Objekt zubewegen, muss es entweder größer sein als alles, was Menschen bisher gesehen oder gemessen haben — oder der Zeitpunkt der Kollision ist nahe. Mit welchen Folgen auch immer.
6. Januar 2029 @ τ=07:20
Wir nähern uns einem ganz unerhörten Objekt! Es muss riesig sein, eine Sonne oder zumindest ein gewaltiger Planet, vielleicht aber auch ein Energienebel. Für Letzteres spricht, dass es eine außergewöhnliche Form hat, flach mit einer Kuppel, wie unsere Vorfahren sich die »fliegenden Untertassen« in den Legenden früherer Tage vorgestellt haben.
Ich habe es geschafft, ein Photo davon zu machen, bevor unsere Außenkameras ohne erkennbare Ursache ihre Funktion eingestellt haben. Radeep und Xav-1-ρ sind im Computerraum und versuchen, die Sicht wiederherzustellen. Wir anderen rätseln über dem Bild, was uns da erwartet ...
6. Januar 2029 @ τ=03:07
Es scheint, dass meine schlimmste Befürchtung glücklicherweise nicht wahr wird: Es handelt sich vermutlich nicht um ein gigantisches Gravitationsfeld, das uns anzieht. Unsere Fallgeschwindigkeit hat erheblich abgenommen. Ohne dass wir es jetzt schon bestätigen könnten, vermuten wir übereinstimmend, dass uns ein Trägerstrahl erfasst hat, der uns — von einem uns unbekannten Willen gesteuert — zu einem uns ebenfalls unbekannten Ziel lenkt.
Wir haben Wachen eingeteilt und schlafen abwechselnd in Dreiviertelstunden-Einheiten.
Ein seltsames Gefühl, jemandem — etwas! — derart ausgeliefert zu sein. Erstaunlicherweise aber weniger beunruhigend, als es zu erwarten wäre. Wir kommen uns vor wie unter Beruhigungsmittel gesetzt, wenngleich nicht sediert, sondern mental äußerst wach und konzentriert.
Wäre ich gläubig, würde ich ebenso beten, wie es unser Chefingenieur Radeep schon die ganze Zeit tut.
5. Januar 2029 @ τ=23:13
Die Entscheidung wird uns abgenommen — wir werden von einem unfassbar starken Kraftfeld aus unserer Bahn gezogen! Wir haben sämtliche Kontrollmöglichkeiten verloren; ich habe Anweisung gegeben, alle Steuerungstriebwerke abzuschalten. Wenn die Lage auch nur annähernd so problematisch ist, wie ich befürchte, dann werden wir sämtliche Energiereserven benötigen.
5. Januar 2029 @ τ=20:41
Eine schwere Entscheidung: Es scheint sich um ein intelligentes Signal zu handeln. Da unsere Geschwindigkeit aber nach wie vor extrem hoch ist, verlieren wir die Ortung im Laufe der nächsten Stunde. Wir müssten also stark abbremsen, können allerdings nicht beliebig oft wieder beschleunigen, da die Energievorräte durch die hohe Anfangsladung am Teleporter massiv belastet werden. Was tun?
5. Januar 2029 @ τ=18:35
Yamuna, unsere Kommunikatorin, hat ein schwaches Signal aus dem leeren Raum empfangen ... — nun, nur scheinbar leer, wie es sich jetzt darstellt. Zusammen mit Yu-Len, dem Syntaktiker, und Professor Xav-1-ρ versucht sie derzeit, die Nachricht zu entschlüsseln. Innerhalb so unglaublich kurzer Zeit ein Erstkontakt, das grenzt an ein Wunder.
4. Januar 2029 @ τ=12:48
Das Ende der uns bisher bekannten Welt! Vor einigen Minuten haben wir Ξαμαδος hinter uns gelassen, den letzten in der interstellaren Datenbank erfassten Asteroidennebel. Jetzt beginnt das wahre Abenteuer!
2. Januar 2029 @ τ=09:30
Wir sind offenbar noch schneller als erwartet. Vorhin haben wir die Konstellation ΨΦ47 passiert. In wenigen Tagen erreichen wir vollkommen unbekanntes Gebiet.
1. Januar 2029 @ τ=00:33
Es hat funktioniert! Wir rasen derartig schnell, dass keine Einzelheiten unserer Umgebung mehr wahrnehmbar sind. Nicht einmal die ganz, ganz entfernten Sonnen ... Ich werde jetzt versuchen, ein wenig zu schlafen.
31. Dezember 2028 @ τ=20:10
So, in ein paar Stunden ist es so weit. Um Mitternacht steigt die Ladung am Teleporter für einige Minuten automatisiert auf 500%, und damit beschleunigen wir um mehr als das Dreifache. Das dürfte uns an den Rand der Galaxie schleudern. Ich bin gespannt, was dort im nächsten Jahr auf uns wartet.