Max O. Menos ist deutschsprachiger Autor, Musiker, Photograph, Graphiker, Webdesigner, Texter, Leser, Cineast, Buddhist, Freizeitkoch, Liebhaber der englischen Sprache, Vater und — man muss es wohl so sagen — im Herzen ein Landei. Der Ex-Hamburger lebt, nach mehrjähriger Klausur in einem kleinen Dorf auf der griechischen Insel Samos, inzwischen überwiegend in einem noch kleineren Dorf an der norddeutschen Ostseeküste.
Wer ist eigentlich ... Max O. Menos?
Eine Art Biographie, ohne Anspruch auf Vollständigkeit. (Stand: Sommer 2010)
Socken an, Jacke an, Kohleofen an ... und möglichst nicht rausgehen: 63 Tage lang hintereinander lag ab dem 28. Februar 19.. eine geschlossene Schneedecke. Da war Max O. Menos gerade mal zarte fünf Wochen alt, oder genauer: 36 Tage. In so früher Kindheit schon der erste Kälteschock — klar, dass sich das im Laufe des Aufwachsens zu einer ausgewachsenen Neurose auswuchs. Aber schauen wir mal der Reihe nach:
Ein Kind der Studentenunruhen, entwickelt sich Max zu einem zarten, nachdenklichen Knaben. Seine Mutter, die sich als Deutschlehrerin durchschlägt, weist ihn stets mit Nachdruck drauf hin, dass nach »wegen« ein Genitiv zu folgen habe; ein Übriges tut die beinahe manische Lesewut des stillen Buben. Nicht, dass er keine Freunde hätte — gelegentlich sieht man ihn mit Gleichaltrigen auf dem Schlauchboot den heimischen See durchpflügen (hingegen sieht man ihn nicht gegen Bälle treten). Aber anders als seine Kameraden ist der kleine Max O. Menos verträumt und oft nicht ganz auf dieser, sondern in einer eigenen Welt, die er in kleinen Geschichten auch schon früh beschreibt.
Mit acht bekommt der Junge seinen ersten Klavierunterricht. Seine Lehrerin, Frau Sellenthin, ist schon unglaublich alt und riecht nach Mottenkugeln. Aber sie ist nett und kann Klavier spielen — und Max O. Menos bald auch. Deswegen schreibt er nicht mehr nur weiter Geschichten, sondern auch Songtexte und Musik.
Ab zwölf bringt sich Max außerdem Gitarre bei (unerlässlich für die Beatles-Songs bei Partys); mit fünzehn spielt er Keyboards in einer Band, die den Proberaum in seinem Keller hat, so lernt er Schlagzeug, ab neunzehn dann Klarinette, Fagott und Trompete.
Ab dreiundzwanzig komponiert er am Atari™, die Projekte pendeln zwischen Pop und Kunst. Das gleiche lässt sich über die Kurz- und Kürzestgeschichten sagen, die Max O. Menos weiterhin regelmäßig schreibt.
Bisher hat er sich unter anderem als Gärtner, Packer und Lagerarbeiter verdingt; jetzt wird er Vater und Putzmann in einer Lübecker Diskothek — in der er bald zum DJ aufsteigt. Er veröffentlicht sein erstes Solo-Album unter dem Pseudonym »Zhouy«, es heißt
Viele der Stammgäste der Diskothek sind Senegalesen (vor allem die der »Black Night«, die Max aus der Taufe gehoben hat und regelmäßig montags mit Roots Reggae, afrikanischer Musik und Afro Latin versorgt), und eines Tages bittet Max sie: »Ich möchte euer Land kennenlernen!«
Im Senegal riechen die Frauen viel besser als Klaviertrainerin Sellenthin. Die Menschen sind viel freundlicher als in Deutschland, das Essen schmeckt besser, und es ist auch im Winter warm — endlich!
Dort, im Westen Afrikas, entdeckt Max O. Menos schließlich auch seine Liebe zur Percussion. Die lebt er fortan bei nächtlichen Gigs mit Soulbands und Rock-Combos und mit afrikanischen Trommelgruppen aus.
Zu all der Musik dann allerdings noch die Nachtarbeit als DJ — das macht müde, und Max entscheidet sich, zum Broterwerb einen »seriösen« Beruf zu ergreifen: Er wird Redakteur bei einer Zeitung und lernt nochmal schreiben. Also, richtig diesmal, mit allem Drum und Dran, wie die alten Hasen eben.
Wenig später zieht es den unruhigen Geist nach Dresden. Dort angekommen, hat die »Morgenpost« schon Ja gesagt, aber viel spannender ist das Angebot eines lokalen Radiosenders. Also wird Max zum Rundfunkmann und lernt auch sprechen.
Kamera- oder besser: Mikrophonschwenk die Elbe abwärts: Max O. Menos ist in Hamburg. Hier beginnt er mit der Arbeit an seinem ersten Roman »Timpe Te« (ein mit allen klassischen Mängeln eines Debüts behaftetes Selbstfindungsopus, wie sich einige Jahre später mit der nötigen Distanz resümieren lässt), tritt mit seinen Storys bei zahlreichen Poetry Slams auf und wird Newsmann bei einem Rundfunksender, bei dem zum Glück alle Computer online sind. Neugierig guckt Max sich die Quelltexte der Seiten an, und siehe da: Das kann man ja lernen! Er ist fleißig — und bald darauf kein Newsmann mehr, sondern Internetredakteur, zunächst für ein paar Jahre bei einer großen Plattenfirma.
Von der Zeitung zum Radio und von dort ins WWW, dem Redaktör ist nichts zu schwör ... Aber von Lübeck über Dresden nach Hamburg ist noch nicht der richtige Weg aus der Schneeneurose, die den Knaben im Manne nach wie vor quält. Also wandert Max O. Menos nach Griechenland aus, genauer: auf die Insel Samos. Inzwischen sind wir in der Gegenwart angekommen, und hier, unter griechischer Sonne, stets das glasklare Wasser im Blick und zum Greifen nah, beginnt Max O. Menos mit dem Schreiben an »Yamuna und der Mann aus Ka’Arratt«.
Durchgehend Sonne von Mai bis Oktober, das ist schon nicht schlecht; die Winter allerdings verbringt der Schneeneurotiker, wann immer möglich, im fernen, ihm aber doch so nahen ...
ราชอาณาจักรไทย. ?



